Wie verwandelt aus der Kabine


Schiedsrichter Michael Miller schien am Spitzenspiel keinen großen Gefallen gehabt zu haben. Er pfiff die Partie exakt nach 88 Minuten und 35 Sekunden ab. Rechnet man eine angemessene Nachspielzeit zwischen zwei und drei Minuten hinzu, entgingen den 180 Zuschauern womöglich dramatische Schlussszenen.

Ob die Gäste in dieser Zeit den 1:2-Rückstand noch hätten wettmachen können, ist rein hypothetisch. Zieht man die Leistung des SCA in der zweiten Halbzeit heran, dann wohl eher nicht.

Die Hausherren zeigten in den zweiten 43,5 Minuten den größeren Siegeswillen und wurden mit einem direkt verwandelten Eckball von Daniel Stredak für ihre Bemühungen schließlich belohnt (81.). Dass der Treffer relativ spät fiel und dass dabei Keeper Florian Späth keine glückliche Figur machte, war aus Sicht des SCA natürlich ärgerlich.

Unverdient war der Glötter Erfolg aber nicht. Altenmünster fand nach einer starken ersten Halbzeit nach der Pause keinen richtigen Zugriff mehr. Lediglich bei einem Freistoß von Stefan Fischer in der 87. Minute hatte der Gästeanhang den Torschrei auf den Lippe. Doch mit einer Klasseparade drehte SSV-Torwart Martin Grüner den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten.
Ein abgefälschter Distanzschuss nach einer Ecke verhalf aber Michael Rolle zur Glötter Führung (12.). Von diesem Treffer zeigte sich Altenmünster aber keineswegs geschockt und nahm immer mehr die Zügel in die Hand. Eine Energieleistung von Stefan Fischer führte zum Ausgleich. Unaufhaltsam drang er in den SSV-Strafraum ein, wo zuerst ein Glötter Abwehrspieler mit der Hand seinen Schuss blocken konnte. Der Elfmeterpiff blieb aber aus. Fischer schnappte sich den Abpraller und wurde bei zweiten Torschussversuch am Fünfmetereck gelegt. Nun gab es Strafstoß, den Patrick Pecher zum 1:1 verwandelte (27.).

„Wir waren am Anfang nicht so richtig im Spiel, Altenmünster hat uns das Leben sehr schwer gemacht“, so Markus Rolle. Doch der SSV-Spielertrainer fand zusammen mit Stefan Schneider in der Pause die richtigen Worte. Ihre Lilien kamen wie ausgewechselt aus der Kabine und wurden in der Schlussphase noch mit dem Siegtreffer durch Stredak belohnt.


Schiedsrichter: Michael Miller (Mindelzell) – Zuschauer: 180

Tore: 1:0 Michael Rolle (11.), 1:1 Patrick Pecher (27./Foulelfmeter), 2:1 Daniel Stredak (81.)

Quelle: FuPa