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Bis auf Sergej Scheifel und Tobias Fendt präsentierten sich vor dem Testspiel gegen den TSV Ustersbach acht der insgesamt zehn Neuzugänge beim SC Altenmünster. Vordere Reihe von links: Luka Mitrovic, Sebastian Mayer, Maximilian Ruth, Jonathan Schuhmann, Alexander Plail und Maximilian Stöckle. Hinten von links: Patrick Geltl, die neue Betreuerin Sophia Hartmann, André Milich und Spielertrainer Goran Boric


Goran Boric, der Spielertrainer des SC Altenmünster, hat kein Saisonziel ausgegeben +++ Er will, dass seine Mannschaft für jeden Gegner sehr unangenehm zu spielen ist



Sieben Jahre hat der SC Altenmünster auf eine Rückkehr in die Bezirksliga warten müssen. Dann ist alles ganz schnell gegangen. Die Truppe um Spielertrainer Goran Boric hat die letzten acht Spiele in Serie gewonnen und ist über die Relegation aufgestiegen. „Das Schlüsselspiel war in Waldstetten, als wir mit dem letzten Aufgebot 4:1 gewonnen haben. Ab diesem Zeitpunkt hat sich eine Euphorie durchgezogen und immer mehr verletzte Spieler sind zurückgekehrt“, beschreibt Spielertrainer Goran Boric den Höhenflug.

Hin & weg


Mit Sebastian Mayer (zuletzt Spielertrainer beim SV Adelsried) ist ein Offensivspieler zurückgekehrt, der beim TSV Neusäß schon Bezirksliga-Luft geschnuppert hat. Das hat auch Max Stöckle (TSV Zusmarshausen). Dazu kommen Luka Mitrovic (FC Langweid), Tobias Fendt (TSV Welden), Harald Meissner und Patrick Geltl (SG Zusamzell), André Milich (Sportfreunde Gmund-Dürnbach/Mittelfranken) sowie die Youngsters Alexander Plail, Jonathan Schuhmann und Max Ruth, der den zweiten Torwart geben muss. Auf Bayernliga-Erfahrung beim TSV Aindling kann Sergej Scheifel verweisen. „Er will eigentlich aufhören, aber das hält er nicht durch“, kennt Boric seinen ehemaligen Langweider Mitspieler, der zuletzt bei SC Griesbeckerzell aktiv war, genau.
Ob das für Kapitän Tobias Scherer und Abwehr-Organisator Fabian Herdin auch gilt. Die beiden Routiniers, die das Herzstück der Mannschaft bildeten, haben ebenso wie Johannes Mayer und Mohamed Salah Mustafa aufgehört.
Während ihr Pass beim SCA in der Schublade bleibt, haben Michael Schubert (FC Emersacker), Florian Späth (TSV Dinkelscherben), Ferdinand Kraus, Michael Buhlig (SG Reutern/Zusamzell) und Stefan Fischer (ASV Dachau II) den Verein verlassen.

Coach & Co.


Im zweiten Jahr gibt Goran Boric, 36, zusammen mit Peter Ferme, 31, als kickender Coach die Kommandos. Unterstützt werden sie von Torwarttrainer Harald Pomp und dem Betreuerteam mit Sophia Hartmann und Michael Surger.
Als Teamchef fungiert der ehemalige Spieler Florian Seizmeier. Abteilungsleiter ist Oliver Osterhoff.

Glücks- & Sorgenkinder


In der Vorbereitung haben sich Innenverteidiger Sebastian Kienle und Tobias Kaifer, der nach beruflicher Abwesenheit wieder da ist, angeboten. Große Stücke hält Boric auch von Nico Schuster und Marius Henkel, die zuletzt aber immer wieder vom Verletzungspech verfolgt waren. Gespannt ist der Coach, wie sich Neuzugang Luka Mitrovic nach einem Kreuzbandriss präsentiert.

Plus & Minus


Mit Patrick Pecher, Dominik Osterhoff, Sebastian Mayer und Luka Mitrovic hat der SCA eine Offensivabteilung, um die er von vielen Vereinen beneidet wird. Für Goran Boric macht es aber in erster Linie die Aufstiegseuphorie und die gute Mischung aus alt und jung.
Es ist ihm aber auch klar, dass die jungen Spieler in ihren Leistungen schwanken werden. Außerdem: „Die Vorbereitung war nach der Relegation ziemlich kurz“, sagt Boric, „es wird noch Zeit brauchen, bis alle Neuen integriert sind.“

Test & Taktik


Da Aystetten weiter im Pokal beschäftigt war, gab es nur zwei Testspiele gegen Wiesenbach (2:2) und Ustersbach (2:1). Am Wochenende steht der Gemeindecup in Altenmünster an, dann geht es am 29. August mit einem Heimspiel gegen den SV Donaumünster schon los. Bis dahin will Boric probieren, ob man mit einer Dreier- statt Viererkette spielen wird.
Wichtig ist für ihn jedoch, „dass jeder weiß, was er tun muss und was nicht passieren darf.“

Wunsch & Wirklichkeit


Ganz bewusst hat Goran Boric kein Saisonziel ausgegeben, das mit dem Tabellenplatz zu tun hat. „Wir wollen sehr unangenehm für jeden Gegner sein, dann landen wir nicht so weit hinten“, sagt der Coach. Sein Wunsch ist es, dass der Gegner sagt, „gegen Altenmünster wird es schwierig.“ Dass sich einige Konkurrenten krass verstärkt haben, lässt ihn kalt: „Man kann auch mit großen Namen abstürzen“, verweist er auf die gerade zu Ende gegangene Fußball-Weltmeisterschaft, in der die Kicker aus seinem Heimatland Kroatien als Außenseiter bis ins Endspiel vorgedrungen sind.

Prognose


Der SCA gehört in der Zwei-Klassen-Gesellschaft zur hinteren Kategorie und wird als heißer Abstiegskandidat gehandelt. Aufsteiger haben es schwer, siehe FC Horgau.
Mit Euphorie und mannschaftlicher Geschlossenheit sowie taktischer Disziplin könnte der Klassenerhalt möglich sein.

Quelle: FuPa.net